Häufige Fragen

  1. Welche Beschwerden können Sie behandeln?

    Auf Grundlage unserer Ermächtigungen zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung sind wir bei gesetzlich Versicherten bei Vorliegen der folgenden Störungen (näher bezeichnet in der ICD10 Kapitel F) befugt, Psychotherapie durchzuführen:

    Jan-Philipp Czerny: 
    - sämtliche Formen der Persönlichkeitsstörungen
      (beispielsweise: zwanghaft, selbstunsicher, ängstlich-vermeidend, abhängig, emotional instabil, theatralisch-histrionisch, schizoid)
    - andauernde Persönlichkeitsänderungen nach psychischer Krankheit, nach Extrembelastung oder bei chronischem Schmerzsyndrom
    - wiederkehrende depressive Episoden 
    - schwere depressive Episoden 
    - depressive Episoden in Verbindung mit wahnhaften Erkrankungen
    - manisch-depressive (bipolare) Erkrankungen
    - wahnhafte Störungen, psychotische Störungen und Schizophrenien
    - schizoaffektive Störungen 
    - Asperger-Syndrom 

    Juliane Ramb: 
    - best. Formen der Schizophrenie und psychotischer Störungen
    - Affektive Störungen, d. h. depressive und bipolare ("manisch-depressive") Störungen  
    - Angststörungen, d. h. phobische Störungen, Generalisierte Angststörung,
      Zwangsstörungen
    - Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (impulsiver bzw. Borderline-Typ) -
    - Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung

    Bei privat Versicherten, Beihilfeberechtigten oder Selbstzahlern können wir auch weitere psychische Störungsbilder behandeln.
  2. Werden die Kosten für die psychotherapeutischen Leistungen von den Krankenkassen übernommen?

    Unsere Behandler sind approbierte Psychotherapeuten und haben die Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung psychotherapeutischer Leistungen in der vertragsärztlichen Versorgung. Die Leistungen, welche wir unseren gesetzlich versicherten Klienten anbieten, werden von uns daher direkt mit der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet. Wenn Sie privat versichert sind, empfehlen wir Ihnen, mit Ihrer Versicherung zu klären, bis zu welchem Umfang die Kosten für die von uns angebotenen Leistungen von ihrer Krankenversicherung übernommen werden. 
  3. Wie ist der Ablauf einer Psychotherapie?

    Die ersten fünf Gesprächsstunden werden als sogenannte "probatorische Sitzungen" durchgeführt, innerhalb derer sich der Therapeut ein erstes Bild von Ihren vorhandenen Veränderungswünschen und den anzustrebenden Zielen machen kann. Auch können Sie ein Gespür dafür entwickeln, ob Ihnen eine tragfähige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Behandler möglich sein wird. Der Therapeut entwickelt in dieser Zeit eine Hypothese über die psychischen Zusammenhänge, welche die aktuelle Problematik bedingen. Erst nach einer gemeinsamen Entscheidung für eine Zusammenarbeit stellen wir für Sie einen Antrag auf die Durchführung einer Psychotherapie. Ähnlich wie bei Haus- oder Fachärzten bringen Sie Ihre Versichertenkarte mit, die Therapeuten kümmern sich dann um die formalen Abläufe.
    Eine Psychotherapie wird in der Regel zwischen 10 und 50 Therapiestunden umfassen, mit einer Frequenz von zumeist einem Termin pro Woche. In einigen Fällen können darüber hinaus auch weitere Stunden beantragt werden.
    Privat Versicherten empfehlen wir, vor Inanspruchnahme einer Psychotherapie, mit Ihrer Versicherung zu klären, ob und in welchem Umfang Ihnen von Ihrer Kasse eine Psychotherapie finanziert wird.

  4. Kann ich über "Therapie Lüneburg" auch die Rezepte für meine Medikation erhalten? 

    Da wir uns auf den Bereich der Gesprächspsychotherapie spezialisiert haben, gehört das Ausstellen von Medikamentenrezepten nicht zu unserem regulären Angebot. In den meisten Fällen wird lediglich eine psychopharmakologische Beratung - in Absprache mit Ihrem Hausarzt - von uns geleistet werden. 
    Privat versicherte Klienten können eine gegebenenfalls ergänzende psychopharmakologische Medikation als Teil der Behandlung direkt über uns verschrieben bekommen. 
  5. Was ist für mich sinnvoll: Tiefenpsychologische Therapie, Verhaltenstherapie oder Gruppenpsychotherapie?

    Grundsätzlich sind all diese Behandlungsmethoden als hilfreich anzusehen um in psychischen Problemsituationen verschiedenster Art eine Veränderung herbeizuführen und somit die Möglichkeit zur Heilung zu schaffen. Es gibt jedoch viele, durch das jeweilige Individuum bestimmte Faktoren, welche die Wahrscheinlichkeit wesentlich beeinflussen, mit der eine Therapie - in Ihrem Sinne - erfolgreich sein wird. Wenn Sie also nicht von vornherein eine bestimmte Methode wünschen, werden wir Sie in einem ersten Gespräch diesbezüglich beraten, damit Ihre individuellen Bedürfnisse und Eigenarten bei dieser Entscheidung bestmögliche Berücksichtigung finden können.  
  6. Können Sie mir bereits vorab, über einen rein telefonischen Kontakt, therapeutische Ratschläge erteilen? 

    Grundsätzlich können wir mit Ihnen nur dann in eine therapeutische Beziehung treten, wenn bereits ein persönlicher Kontakt in unserer Praxis stattgefunden hat und Sie sich in laufender Behandlung bei uns befinden.